Kostenrechnung — BAB, Kalkulation und DB für die Prüfung
Die Kostenrechnung trennt die interne Sicht (Was kostet ein Produkt wirklich?) von der externen Sicht der Finanzbuchhaltung. In der edupool-Prüfung wird konkret der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) abgefragt, die Kalkulation im Handel und in der Produktion sowie die Deckungsbeitragsrechnung.
Geprüft werden: die Abgrenzung Kostenarten/Kostenstellen/Kostenträger, die BAB-Struktur mit primären und sekundären Verteilungsschlüsseln, die Stufen-Kalkulation (vom Anschaffungspreis zum Verkaufspreis), und die Deckungsbeitragsrechnung als Entscheidungsgrundlage.
Auf kvfit übst du den BAB Schritt für Schritt: gegeben Gemeinkosten und Verteilungsschlüssel, fülle die Tabelle aus; gegeben Verkaufspreis und Gewinnzuschlag, rechne zurück zum Einstandspreis. Jede Aufgabe mit Lösungsweg und kommentiertem Zwischenschritt.
Das musst du können
- Kostenarten: variabel/fix, Einzel-/Gemeinkosten, primär/sekundär
- BAB aufbauen: Kostenarten in den Vorspalten, Kostenstellen in den Hauptspalten
- Sekundäre Verteilung Hilfs- → Hauptkostenstellen mit Stufenleiterverfahren
- Handelskalkulation: Vom Listeneinkaufspreis zum Bruttoverkaufspreis (5–7 Stufen)
- Produktionskalkulation: Materialkosten + MGK + Fertigung + Verwaltung + Vertrieb
- Deckungsbeitrag = Umsatz − variable Kosten, Break-Even, Mengen-/Wertdeckungsgrad
- Vorwärts- vs. Rückwärtskalkulation — wann welche Methode
- Ergebnisrechnung nach Gesamt- vs. Umsatzkostenverfahren
Beispielaufgaben
Häufig gefragt
Was prüft der BAB konkret?
Die Verteilung der Gemeinkosten auf Kostenstellen mit primären (Material, Personal nach Mitarbeiterzahl, Miete nach Fläche) und sekundären Schlüsseln (Hilfskostenstellen → Hauptkostenstellen). Klassische Falle: Hilfskostenstellen nach dem Stufenleiterverfahren verteilen, nicht gleichzeitig.
Vorwärts- oder Rückwärtskalkulation?
Vorwärtskalkulation: vom Einstandspreis zum Verkaufspreis (= 'Was muss ich verlangen?'). Rückwärts: vom Verkaufspreis zum maximalen Einstand (= 'Was darf ich höchstens einkaufen?'). In der Prüfung kommen beide vor — wer beide Richtungen sicher kann, gewinnt 5 Min Zeit.
Was ist der Deckungsbeitrag — und wozu brauche ich ihn?
DB = Umsatz − variable Kosten. Der DB zeigt, wieviel jedes verkaufte Stück zur Deckung der Fixkosten + zum Gewinn beiträgt. Praxis: Welches Produkt streichen? Welchen Preisnachlass akzeptieren? — der DB entscheidet, nicht die Bruttomarge.
Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren?
Gesamtkostenverfahren = alle Aufwendungen der Periode (Standard in CH-KMU, OR 959b). Umsatzkostenverfahren = Aufwand nur für die verkauften Produkte, Rest aktiviert. Edupool prüft beide, mit klarem Fokus auf das Gesamtkostenverfahren.